Notare Dr. Martin Leiß und Lucas Wartenburger

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

Vorbemerkung

 

Ihren letzten Willen regeln die Menschen seit vielen Jahrhunderten durch Testamente als letztwillige Verfügungen. Der medizinische Fortschritt und gesellschaftlicher Wandel haben in der jüngeren Vergangenheit das Bedürfnis verstärkt, auch für die letzte Lebensphase vor dem Tod in ähnlicher Weise selbstbestimmt vorzusorgen und Angehörigen und Ärzten gewissermaßen einen „vorletzten Willen“ als Leitfaden an die Hand zu geben. "Apparate-Medizin" und "Überversorgung" und sind Schlagworte, die Situationen beschreiben, denen viele Betroffenen mit Sorge und Unbehagen gegenüberstehen. In der notariellen Beratungspraxis haben dementsprechend Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung als wichtige Instrumente der Selbstbestimmung an Bedeutung gewonnen, wodurch Vorkehrungen für die Zeit "vor dem Tod" getroffen werden können, für den Fall, dass man (z.B. wegen altersbedingter Demenz oder wegen eines Koma-Zustandes) nicht mehr in der Lage ist, einen eigenen Willen zu bilden und umzusetzen.