Notare Dr. Martin Leiß und Lucas Wartenburger

OLG Köln, 06.10.2014, 2 Wx 249/14

OLG Köln: Die Form eines eigenhändigen Testaments gem. § 2247 BGB wird nicht dadurch gewahrt,
dass der Erblasser auf ein mit einer Maschine (Schreibmaschine, Computer, Drucker)
geschriebenes Schriftstück Bezug nimmt, da der Erblasser hinsichtlich des Inhalts seiner
letztwilligen Verfügung nur auf eigenhändig von ihm geschriebene Schriftstücke oder auf
öffentliche Testamente Bezug nehmen kann.

Die Bezugnahme auf ein nicht in Testamentsform
abgefasstes Schriftstück ist nur dann unschädlich, wenn sie lediglich der näheren Erläuterung
testamentarischer Bestimmungen dient, weil es sich dann nur um die Auslegung des bereits
formgültig erklärten, andeutungsweise erkennbaren Willens handelt.